Druckschrift 
6,1 (1831) L
Entstehung
Seite
611
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Pr ii fungs mittel.

halten werden. Reinlichkeit ist dann , wie für alle physikali-sche Apparate, so auch für diese ein nothwendiges Erforder-nifs und es mufs daher jeder Schmutz, Wasser, Oel u. dgl.von den äufseren Theilen mit Leinwand, um den Goldhrnifs desMessings zu schonen, abgewischt werden, insbesondere aberdarf keine Pomade auf dem Teller Zurückbleiben, die sonstleicht erhärtet und dann nur durch Zusatz von etwas Olivenölsich wegnehmen läfst. Hat die Luftpumpe, wie die Cuthbert-sonschen, Oel in ihren inneren Räumen, so mufs dieses zu-weilen, jedoch nur etwa alle Jahre oder alle 6 Monate dadurcherneuert werden, dafs man einen oder zwei TheelöfFel voll indie OefFnung des Tellers giefst und etliche Kolbenzüge ohneaufgesetzten Recipienten folgen läfst, damit es sich durch dieVentile verbreite und der Ueberschufs in die Schüssel über derLederbüchse der Kolbenstange ablliefse. Blasenventil-Luftpum-pen bedürfen des Oels in der Regel nicht, gute Ilahnluftpum-pen auf keinen Fall, wird aber das im genannten Schiisselchenüber der Lederbüchse befindliche allzudick, dann ist es gut,dieses wegzunehmen und durch frisches zu ersetzen. Das Nach-sehen der Ventile und Hahnen ist unnöthig, so lange die Luft-pumpe keinen Nachlafs ihrer Verdünnungskraft zeigt, und die-ses wird bei guter Construction nicht leicht stattlinden; geschiehtes aber, so mufs derjenige, welcher die Maschine reinigen will,den Bau derselben genau kennen und Sorge tragen, dafs dieaus einander genommenen Theile gehörig wieder zusammenge-fügt und namentlich alle Schrauben gleichmäfsig und genügendwieder angezogen werden. Die Hahnen und Schieberventileinsbesondere erfordern grofse Vorsicht, damit sich auf dieselbenbeim Herausnehmen und Hinlegen kein Sand ansetze, auch darfman sie nur mit weichem Papiere, besser mit reiner Leinwandreinigen. Oel ertragen sie überall nicht; hat man aber die etwaerhärtete Pomade vermittelst etwas Olivenöles fortgeschailt, somufs letzteres mit reiner Leinwand abgewischt und dann eindünner Ueberzug von Pomade mit dem Finger aufgetragen wer-den, worauf man sie wieder an ihren Ort bringt.

Das Exantliren selbst, sofern es blofs im Drehen der Kur-bel besteht, ist zwar eine höchst leichte Operation, inzwischenerfordert es einige Fertigkeit, den Embolus ganz bis zur Berüh-rung des Bodensliickes herabzudrücken und soweit aufzuziehen,dafs seine Oberfläche genau an den Deckel des Stiefels anschliefse,

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