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6,1 (1831) L
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35
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Messung durch Chronometer. 35

folgenden Tag je 12 Secunden von ihrer Angabe abziehen müs-sen, um die richtige Zeit des Ortes der Abfahrt zu erhalten;zeigte sie aufserdem am Tage der Abreise im Mittage nicht ge-nau auf 12 Uhr, sondern in Folge ihrer Voreilung z. B. auf1 2 h 15' 24"3 , so müssen ihre Angaben jedesmal auch um diese15' 24"3 vermindert werden, wenn man die Zeit jenes Orteswissen will. Man nennt dieses den UhrJekler (£tat de lamontre, engl, original error). Er bildet mit dem täglichenGange der Uhr die zwei Elemente der Längenberechnung. Vonder genauen Kenntnifs des letztern hängt die Genauigkeit derLängen wesentlich ab. Zu Lande hat dieses keine Schwierigkeit,weil man sich nur ein paar Tage an dem nämlichen Orte aufzu-halten braucht, um durch Beobachtungen denselben zu prüfen.Allein zur See wäre eine solche Säumnifs ebenso zweckwidrig,als wegen der Winde und Strömungen unausführbar. Man mufssich also mit Vermuthungen und wahrscheinlichen Annahmenbehelfen. Gesetzt, der Chronometer habe vom Orte der Abfahrtbis zum Orte der Ankunft während 50 Tagen seine täglicheVoreilung von —• 12”,05 auf — 17”,72 geändert, so mufs man,insofern man sich keines plötzlichen störenden Zufalls bewufstist, voraussetzen, dafs diese Aenderung nicht plötzlich, sondernallmäl'.g vorgegangen sey, und man findet die tägliche Zunahmeder Voreilung, indem man jene Aenderung durch die Zahl der

Tage dividirt; also

17,72 — 12,0550

= 0,1134 Secunden. Diese

täglichen Zunahmen bilden also eine arithmetische Reihe, derenDifferenz — ()"> 11 ist, und das Quantum von Minuten und Se-cunden, um welches die Uhr in einer gegebenen Anzahl von Ta-gen, z. B. in 35 Tagen, vorgerückt ist, ist = 35 X 12”,05 -f- derTriangularzahl von 35, multiplicirt mit 0”,113, oder 630 X 0,113,also = 421",75 -J- 71 ,, j44, im Ganzen = 8' 13”,20- Dieseswäre also die Zahl, die man von der Uhrzeit abziehen miifste,um die richtige Zeit des Ortes der Abfahrt zu erhalten. Auchohne den Gang der Uhr am Orte der Ankunft zu kennen , kannman aus der bekannten Länge desselben durch Vergleichung dieZeit bestimmen, welche die Uhr daselbst zeigen sollte, und siemit der wirklichen Angabe vergleichen. Gesetzt, die Uhr, dieam Orte der Abfahrt einen Fehler von 0 h 15’ 24”,3 hatte, zeigenach 50 Tagen am Orte der Ankunft 2 1 * 5T 29”,9; der Meridian-unterschied dieses Ortes von jenem betrage 2 1 ’ 23’Iß'V); Unter-

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