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6,1 (1831) L
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Messung dvircli Monddistanzen.

alle Interpolation sich finden lassen , eine beträchtliche Abkür-zung darbietet. Will man endlich ganz genau verfahren, so'kann dieses nicht durch eine solche directe Formel gesche-hen, sondern inani ist genöthigt, die theilweisen Verbesserungenzu suchen,- indem man die Distanz erstlich von der Strahlen-brechung befreit, dann die Höhen durch den an der PolhÖheangebrachten Angle de lä verticale et du fayon ver-bessert und erst mit diesen die Parallaxenrechnurig anstellt. Un-ter solchen Umständen dürfte diejenige Methode für die bestegehalten Werden, \Velche bei einer Genauigkeit von einigen Se-cunden die gröfste Schnelligkeit darböte, zugleich aber es' mög-lich machte, auf demselben Wege auch alle die Verbesserungenzu erreichen; welche d£r heutige Stand der praktischen Astro-nomie und das Bedürfnifs der Geographie zu fordern scheinen.

Aus dem Gesagten ergiebt sich leicht, was vöh den graphi-schen Methoden und den verschiedenen Instrumenten zu halten’sey, die zur Reduction der Monddistanzen vorgeschlagen wor-den sind. Auch die besten sind höchstens anf 5 bis 6 Secunderigenau; einige derselben sind sehr zusammengesetzt und dieseerfordern beim Gebrauche eine Sorgfalt und Genauigkeit, die sie'in Absicht auf Schnelligkeit und Leichtigkeit der Operation deribessern Rechnungsmethoden nachsetzt, wobei auch die mögli-chen Rechnungsfehler der letztem durch fehlerhaftes Ansetzerfbei den erstem leiebt anfgewogen werden; Wir erwähnen hierMahgett’s lables ,- welche auf 70 Charten in’ Folio, die mitverschiedenen Crirven durchzogen sind, die Elemente der Re-duction enthalten. Besser noch ist Maigxoü’s Garte trigo-no me tri que, servant k fedüire lä dista'nce appa-rente de la lune au soleil etc. 1 . Schon RocilotJ hatte?ein Instrument zur Reduction der Monddistanzen angegeben, das’aus drei Kreisen bestand 2 vrnd bis auf 5 Secunden genau seyifsollte. Eben dieses leistete Riciieii’s Reductiönskreis 3 , der aberfür seinen Zweck allzuköstbar war. Im Jahre 1790 gab Stethe,yiE Guin in London die Beschreibung eines neuen Instrumentes'

1 Memoires de l’Institut. IV. p. 467.

2 S. Connaissänce des temps. Anuee VI. p.27£>.

3 Lalande abrege de navigation p. 63. und Callet Supplementa l'ä tngo'noßfetrie de ßezöut und Cöiinaissaiiee des temps. Anuee IV«p. 220.

VI. Bd. C