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Länge, geographische.
des Gestirns bei der Kleinheit und Bequemlichkeit des Instru-mentes eine kaum begreifliche Genauigkeit gewährt. Allein dieseMethode ist in der Berechnung umständlich und ihre Sicherheithängt von der genauen Bestimmung anderer Elemente, nament-lich der Polhöhe ab, auch giebt sie selten sehr übereinstimmendeResultate. Ungleich bequemer und schärfer ist die Methodeder correspondirenden Höhen und wirklich wurde diese bis zumAnfänge dieses Jahrhunderts noch auf den meisten Sternwartenfür das non plus ultra, einer guten Zeitbestimmung angesehenund auch seither sowohl von Astronomen, als auch von Lieb-habern und Reisenden mit grofsem Vortheile geübt. In neuernZeiten haben sich jedoch auch bei diesem Verfahren, trotz allerUebereinstimmung der einzelnen Beobachtungen, Anomalien inder Zeitbestimmung gezeigt, die nur durch Vergleichung mitdem Resultate der Beobachtungen am Passageninstriunente ent-deckt werden konnten und deren Ursache vor der Hand nochunausgemittelt ist. Schon früher hatte vosr Zach auf die Män-gel dieser Methode aufmerksam gemacht und später durch directeVersuche ihre möglichen Abweichungen erwiesen 1 . Er war ge-neigt, sie einem Fehler des Glasdaches, das den künstlichenHorizont bedeckt, zuzuschreiben, obgleich dieses, wenn eszwischen der Vor- und Nachmittagsbeobachtung nicht umge-kehrt wurde, in beiden Fällen die Höhen auf die gleiche Artafficiren mufste. Aehnliche Fehler, die bis auf 5 und 6 Secun-den gingen, entdeckten Cahlini und Plana bei ihren Beob-achtungen 2 ; der Mittag aus den correspondirenden Flöhen warimmer früher, als er seyn sollte ; am geringsten war er aus denFlöhen , die etwa um 3 St. 30 M. vom Mittage genommen wur-den. Auch der Verfasser dieses Aufsatzes erinnert sich solcherAbweichungen bei sehr gut gemessenen, unter sich überein-stimmenden Höhen, bei welchen der Quecksilberhorizont durchein Dach von russischem Marienglase gedeckt war, das seinerganz parallelen Schichten wegen jede schiefe Brechung unwahr-scheinlich macht. Da diese Anomalien sich nicht recelmäfsi«,sondern nur zuweilen zeigen , so müssen sie wohl gewissen zu-fälligen Aenderungen, entweder des Instrumentes oder des Zu-
1 Mouatl. Correspondenz. IX. 205.
2 Opdraticms ge’oddsiq. ct rnesure d'un arc de parallele moyen,II. p. 13.