beschäftigten sieh Hooks in England und Huyghens in Parismit Verbesserung der Uhren. Einige Streitigkeiten, die der Er-Stere mit dem Ministerium hatte, sollen verursacht haben, dcfskeines seiner Werke in Probe genommen wurde. Hingegengenofs Huygiieüjs, als er mit seinen Uhren nach England kam,die Befriedigung, dieselben vielfach probirt zu sehen, und einederselben setzte den Major Holmes, der im Jahre 1665 eineReise von der Küste von Guinea nach dem Feuerlande machte,in den Stand, die Länge dieses Platzes mit vieler Genauigkeitzu bestimmen. Durch solche Fortschritte ermuthigt setzteHuygiiexs seine Bemühungen noch einige Jahre fort, gestandaber endlich selbst, dafs ohne die Erfindung neuer Einrichtun-gen zur Erreichung eines gleichförmigem Ganges und besondersauch zur Hebung des Einflusses von Wärme und Kälte das Ge-suchte auf diesem Wege nicht zu erreichen sey 1 .
Mondfinsternisse als Mittel zur Längen-bestimmung.
Die Unmöglichkeit, hinreichend gute Uhren zu verfertigen,führte bald wieder auf die Methode der gleichzeitigen Phäno-mene zurück. Hierzu schien sich nichts besser zu eignen , alsdie Beobachtung der Mondfinsternisse. Da nämlich das Eintre-ten des Mondes in den Schattenkegel der Erde und die hierdurchentstehende successive Verdunkelung aller Theile der Mond-scheibe für den halben Erdkreis zugleich sichtbar sind, so mufstedurch ein solches Ereignifs die Meridiandifferenz vieler Oerterzugleich sich bestimmen lassen. Die Menge der bemerkbarenStellen auf dem Monde, die dunkeln Einsenkungen, Krater,
rechnuDg von Leibnitz verrietli! Ein Mann von Huyghens Geist undpersönlichem Charakter war keines Plagiats fähig. Auch widersprachOldhnbühg selbst dieser Andichtung (Philos. Transact. Nr. 118 n. 119).Ebenso erzählt Leibkitz in s. Bemerkungen über Solly, dafs Uadte-tecille mit seinen Anschuldigungen gegen Huychens durchgefallensey. Leibnitz selbst schlug vor, bei den Seeuhren zwei Balanciersnuzuwenden, deren Unvollkommenheiten sich gegenseitig compeusirensollten, eine Idee, die in den neuesten Zeiten mit Vortheil ausgeführtworden ist.
1 Mehrere« über die allmälige Verbesserung der Seeuhren seheman unter dem Artikel Chronometer. Bd. II. S. 100.