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6,1 (1831) L
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Länge, g e o g i - a p h is o h e.

den, Minuten und Secunden differiren. Es bedarf also nur einesMittels, um so weit von einander entlegene Instrumente -zu

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vergleichen.

Hierzu giebt es zweierlei Wege. Entweder man

transportirt die eine Uhr zu der andern, ohne dafs sie ihrenGang im Mindesten ändert, oder beide Beobachter notiren ge-nau, jeder nach seiner Uhr, die Zeit, zu welcher irgend einauf den Moment angebliches, an beiden Stationen wahrnehm-bares Phänomen statt fand. Der Unterschied der beobachteten£eitmomente drückt die Differenz ihrer Meridiane in Zeit aus.Beide Methoden sind vielfach benutzt worden und besondershat die letztere in Hervorbringung und Aufstellung eines gleich-zeitigen Phänomens die Erfindungsgabe der Astronomen auf man-nigfache Weise beschäftigt. Wir werden hier diese verschie-denen Methoden durchgehen und die brauchbarsten derselbenvorzugsweise beleuchten.

L ä n g e n b e s t i m m u n g durch tragbareUh re n.

Vor Erfindung der Räderuhren konnte von keiner eigent-liehen Längenbestimmung die Rede seyn. Die frühem Ilülfs-mittel der Zeitbestimmung, seyen es Klepsydren oder Sanduhren,konnten dazu nicht hinreichen. Beide waren zur See unbrauch-bar, und doch war es gerade die Längenbestimmung zur See,welche nach dem Aufschwünge, den die Schifffahrt durch Co-lumbus und seine Nachfolger genommen hatte, ein dringendesBedürfnifs geworden war. Grofse Summen wurden dem Erfin-der eines sichern Mittels zur Erreichung dieses Zweckes gebo-ten. Im Jahre 1698 setzte Philipp II., König von Spanien,einen Preis von 1000 Kronen dafür aus; ein Jahrhundert späterversprachen die Staaten von Holland 30000 Gulden ; endlichsetzte im Jahre 1714 das englische Parlament verschiedene Preisemit besondern Bestimmungen fest, nänllich von 10000, 15000und 20000 Pfd. Sterling für die Längenbestimmung auf 1, 4 und4 Grad. Eine spätere Acte setzte jedoch diese Summen auf dieHälfte herunter und versprach 10000 Pfd. für eine Uhr, welchenach einer Reise von 6 Monaten die Länge bis auf einen halbenGrad angäbe ; ebenso 5000 Pfd. für verbesserte Sonnen - undMondtafeln, welche die Monddistanzen auf 15 Secunden, mit-hin (die Beobachtungsfehler abgerechnet) die Länge auf 17 Mi-