Druckschrift 
3 (1804)
Entstehung
Seite
618
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Leser wird ohnehin mit den sogenannten blu-migen Auen der Poesie so umzugchen wissenwie das vom ähnlichen Instinkte geleiteteW-idevieh mit den Herbstwiesen, welchesdas nährende Gras rein abbeißet, alleinohne nur die giftigen Zeitlosen, (welcheauch wie poetische Blumen erst in einem künf-tigen Frühling Früchte ansetzen sollen,)anzurühren. Der feine Mittelmarkcr kennt,lieber Poet, den zauberischen Venus-Gürtelder Dichtkunst so gut als irgend ein Gürtler,der ihn gemacht; aber er weiß auch, Eu-ter , daß der schöne Gürtel etwas enthalten,wie jede Geldkatze, und dazu wenn auch nichtvon Pfund-doch Loihleder scyn muß. Wollenwir denn hier in Berlin etwas anders? 'DiePoesie, wollen wir bloß, soll nur nicht wieTieck und andere Nomantiker den Vögelngleichen, welche bloß singen und immerohne Zweck dasselbe wicdcrsingcn aus bloßem