II, 11—15. Fassung in Worte, Humboldt'« mannigf. Sprache, Synon. jZ1
Läuterungen geführt, über den vierte» Band des Kosmos habe ich bei dervon mir besorgten kleinen Ausgabe des Kosmos drucken lassen, weil dertheure Autor eine ordentliche Inhalts-Uebersicht bei diesem Bande schuldiggeblieben war.
s12j Der Ausdruck des Inhalts in Worten, das stete Ersordcrnißzum eintragen in das Register, ist eine sehr schwere Sache. Ost ist ineinem Stück oder einer Stelle des Werks das Wort oder der Ausdruck,unter die man sie stellen muß, gar nicht; man muß das Wort erfindenoder selbst hinstellen: wie der Verfasser in seiner Jnhalts-Ucbersicht es oftgemacht hat. Dabei kommt es darauf an, das Gesagte an sichere Wortezu knüpfen, unter denen es gesucht werden kann oder würde. Wenn dieseAufgabe nicht gelöst wird; wenn die Wörter nicht findbar sind, die manerdenken kann: so hilft die Unterbringung nichts. Durch eine feste Wortwahlwird auch die Zerstreuung derselben Sache an verschiedene Orte verhütet;der Ort wird gleich seyn, wie nahe die Gefahr dieser Zerstreuung liegt.s13s Da es bei manchem dennoch schwer zu ersinnen ist, unter welche« Wortund welches Glied eines Artikels es zu setzen ist; so wird öfter: um dieAuffindung für die verschleimen Vermnthnngen zu ermöglichen, der Zer-streuung vorzubeugen und verschiedncn Ansdrucksweisen ihr Recht zu geben:unter mannigfaltigen Artikeln und an mehreren Stellen der Artikel ans dieHauptstcllc verwiesen; oder ich suche, unter großer Vervielfältigung derselbenTextstellc, durch Verzeichnung an mehreren oder vielen Stellen das Auf-finden des Gegenstandes zu sichern (vgl. No. 30). s14j Es leuchtet ein,welche Schwierigkeiten die Sprache des Kosmos und eines Schriftstellerswie Alexander von Humboldt: mit jener Schönheit, Bielgewandtheit undreichem Wechsel des Ausdrucks; eines Classikers, dem, so sehr er — beigroßer Zierde des Styls und oft hoch poetisch — einer gezierten und gesuchtpoetischen Sprache grundsätzlich abhold war, und obgleich er häufig das zuSagende in die einfachsten Worte zu kleiden liebte, doch das Gewöhnlicheund das Einförmige in . der Wiederholung immer entgegen war; diesemZwecke der Fesselung des Sinnes an die einfachen, eigentlichen Worte undseines Erfassens an ihnen entgegenstellen mußte. Das Werk ist voll vonden kunstreichsten Variationen und Ausweichungen im Ausdruck, worin erMeister war; und ich hatte zu kämpfen mit der großen Mannigfaltigkeit derWörter und Wendungen, durch welche derselbe Gegenstand oder Vorgang sichdarstellen läßt; und mit der Mannigfaltigkeit, womit dieser Verfasser cSzu thnn vermochte. sl5s In dieser bunten Welt bildeten die Synonyma,welche für so viele Dinge und Hanptgegcnstände der Naturwissenschaften undandrer Zweige, wie überhaupt, im reichen Maaße vorhanden sind (alleinschon wenn man zwischen den Sprachen wählt), nur einen Hanpttheil: aberin der That das größte Hinderniß. Unter diesen Synonymen bilden einegroße Classe die in der Sprache des Autors immer abwechselnden Paare