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des Feldspaths mit der des Gußeisens und des Bleies eine großeUebertreibung ist. Denn wenn der Feldspath anch vor dem Löthrvhrschmelzbar und der Quarz unschmelzbar ist; so ist der Feldspat!, dochnur äußerst schwer, und bloß in dünnen Splittern an den Rändernschmelzbar: und selbst im Feuer des Pvpjollan-Ofens nicht zu einemklaren, sondern nur zu einem ganz blasigen Glase schmelzbar; unddann ist es wohl nöthig zu untersuchen, ob denn der Quarz in demGranite stets die Eindrücke des Feldspaths annehme? Dies ist aberkeinesweges immer der Fall; im Gegenthcil sind die Granite man-cher Gegenden dadurch ausgezeichnet, daß der Quarz vorzugsweisein dem Feldspat!, krpstallisirt ist: wie z. B. der Granit desBrockens und des ganzen Harzes, der Granit des Prndelberges beiWarmbrunn, der Granitberge bei Liebwerda u. s. w. Es kommtalso das eine wie das andre vor; und wenn man die Bruchflächeeines derben Granites untersucht, so sieht man sogar, daß es dieRegel ist, daß der Quarz nicht die Eindrücke des Feldspaths an-nimmt. — Wenn man die Annahme der Entstehung des Granitsaus einer geschmolzenen Masse verwirft, so weiß ich nicht, was mandafür an die Stelle setzen will; denn ich kenne kein Gemenge soverschiedener Substanzen wie der Granit, von dem es entschiedenwäre, daß es auf nassem Wege gebildet sei: dagegen man ähnlicheBildungen auf trocknen, Wege sehr gut kennt. Die Laven, welchein Strömen in geschichtlicher Zeit geflossen sind, stellen oft ganz ähn-liche Gemenge dar wie der Granit; und wenn sie auch aus andrenGemengtheilcn befiehl, und sich i» der Größe des Kerns oft sehr vondem Granite unterscheiden, so sind dies Unterschiede, welche die Formund Natur der Gemengtheile betreffen: die Art des Gemenges istbei beiden dieselbe. Schleift man eine dünne Platte von der Vesuv-Lava von l<Z3l, welche die Ströme von Granatello und äella Sc.ilabildet, so erscheint sie unter dem Microscop als ein Gemenge vongrößeren und kleineren, aber von lauter Krystallen. Darunter sindanch einige, die, wie der Lencit, für sich allein ganz unschmelzbarsind; und in den größeren Lenciten der Svmma kommen auch: nichthäufig, doch bestimmt, Krystalle von den, viel leichter schmelzbarenAugit eingeschlossen vor, die ganz deutlich krpstallisirt sind. Dies sindlauter Analogien, welche für die Entstehung des Granits aus einergeschmolzenen Masse sprechen. Die Masse des Granits ist im gan-zen leichter schmelzbar als der Quarz, und schwerer schmelzbar