Druckschrift 
5 (1862)
Entstehung
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tarcn-Thätigkeit zum Grunde liegen, sind »ach diese» Ver-suchen leicht verständlich, da fast alle vulkanischen Eruptionenvon Schwefel-Sublimationen begleitet sind. Wo nun solcheSchwefelmassen den glühenden Pyroren - Gestein cn in Dampf-gestalt begegnen, entsteht die Thätigkeit, der die schwefligeSäure ihren Ursprung verdankt; sinkt darauf eine solche vul-kanische Thätigkeit zu niederen Temperaturen herab, so trittalles in eine neue Phase. Die erzeugten Schwefel-Verbin-dungen des Eisens beginnen ihre Wirkung auf de» Wasser-dampf, und als Resultat dieser Wechselwirkung entstehenSchwefel-Wasserstoff und dessen Zersehungs-Producte, freierWasserstoff und Schwefeldampf. So sieht man beide Processesich in einander verlaufen und sich an nahen Orten be-gegnen."

Hier ist der Vorgang in den Solfatarcn geschildert; aberbei wirklichen, lava-hervorbringenden Vulkan-Eruptionen hatdurch Versuche (Gas-Analysen) noch keine Entwickelung vonfreiem Wasserstoff constatirt werden können. Die bläulichenbeweglichen Lichter, welche ich in 2366 Fuß Tiefe im entzün-deten westlichen Krater des Pichincha erblickte, als ich am26 Mai 1862 allein mit dem Indianer Felipe Aldas an denjähen Rand des Vulkans gelangte, habe ich gleich damalsnicht für Hydrogen, sondern für Flämmchen brennenden Schwe-fels gehalten. Sie sind, wie man mir durch Briefe meldete,in den nächsten Jahren nach meiner Abreise aus Quito vonmehreren Einwohnern, welche dieselbe Steinplatte (14946 Fußüber dem Meeresspiegel) aus bloßer Neugierde besuchten, ebenfallsgesehen worden. Auch der sehr gründlich physikalisch und geo-logisch unterrichtete Reisende, Herr Sebastian Wisse, welcher kühnim Ansang Augusts 1845 mehrere Nächte in dem Krater von