Druckschrift 
5 (1862)
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

Gedanke»- und die Gefühlswelt gehören zu den nothwendigen Be-dingnissen einer solchen, ich darf wohl sagen noch nie ausge-führten Composttion (Kosmos Bd. II. S. 3 8, 50 52:Bd. III. S. 6 8). Die Aufzählung meiner Bestrebungengiebt ihrem Wesen nach unvermeidlich Veranlassung, an die Be-ziehungen zu mahnen, in welchen das von mir Versuchte zuden Wagnissen einer metaphysischen Naturwissenschaft,zu dem steht, was tiefe Denker Naturphilosophie im Gegen-satz der Philosophie des Geistes nennen. Ich habe sckvnfrüher freimüthig und in Widerspruch mit mehreren von mirhochgeachteten vaterländischen Freunden erklärt, daß, trotz meinergroßen Neigung zu Verallgemeinerungen, mir die Aufstellungeiner rationellen Wissenschaft der Natur (eine derge-stalt ausgebildete Naturphilosophie, daß sie ihrem Versprechengemäß ein vernnnftmäßiges Begreifen der Erscheinungen desWeltalls sei) ein bisher unerreichbares Unternehmen scheine.Wie vieles von der sinnlichen Wahrnehmung erkanntes bleibt nocheiner mathematischen Gedankenentwickelung fremd! Die scheinbarallen Gesetzen entzogene Reihung in der Größe, der Dichtigkeit,Achsenstellung und Bahn-Evcentricität der Planeten und Satelli-ten; die Gestaltung der Continente in Küstenform und Boden-Er-höhung sind wahrscheinlich Resultate sehr spät eingetretener kos-mischer Begebenheiten, wie das in unseren Tagen (Dec.1845) erfolgte Ereigniß der permanenten Theilung des Bicla'-schen Cometen (KoSmos Bd. III. S. 24 und 568570). Dazukennen wir bei weitem nicht alle Stoffe und alle Kräfte (Thätig-keiten) der Natur; und die Unbegrenztheit der Bevbachtungs-sphäre, welche durch neu-erfundene Mittel (Werkzeuge) derBeobachtung täglich erweitert wird, ja die Unvollen dbarkeitdes Erkennens für jeden einzelnen Zeitpunkt der Speculation