Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
602
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an nicht außerordentlichen Tagen stündlich zu rechnen sind, gabvon zwei vortrefflichen Beobachtern, Olbers und Quetelet, dereine 5 bis 6, der andere 8 Meteore an. ^ Zur Erörterungdieser Frage, welche so wichtig als die Bestimmung der Be-wegungsgesetze der Sternschnuppen in Hinsicht auf ihre Rich-tung ist, wird die Discussion einer sehr großen Anzahl vonBeobachtungen erfordert. Ich habe mich deshalb mit Ver-trauen an den schon oben genannten Beobachter, HerrnJulius Schmidt zu Bonn, gewandt, der, lange an astro-nomische Genauigkeit gewöhnt, mit der ihm eignen Lebendig-keit das Ganze des Meteor-Phänomens umsaßt: von welchemdie Bildung der Aörolithen und ihr Herabstürzen zur Erdeihm nur eine einzelne, die seltenste, und darum nicht diewichtigste Phase zu sein scheint. Folgendes sind die Haupt-resultate der erbetenen Mittheilungen. ^

Als Mittelzahl von vielen Jahren der Beobachtung(zwischen 3 und 8 Jahren) ist für die Erscheinung spora-discher Sternschnuppen ein Fall von 4 bis 5 in derStunde gesunden worden. Das ist der gewöhnliche Zu-stand, wenn nichts Periodisches eintritt. Die Mittelzahlenin den einzelnen Monaten geben sporadisch für die Stunde:Januar 3,4; Februar; März 4,9; April 2,4; Mai3,9; Juni 5,3; Juli 4,5; August 5,3; September 4,7;October 4,5; November 5,3; December 4,0.

Bei den periodischen Meteorfällen kann man im Mitte!in jeder Stunde über 13 oder 15 erwarten. Für eineeinzelne Periode, die des August, den Strom des heil. Lau-rentius, ergaben sich vom Sporadischen zum Periodischen fol-gende allmälige Zunahmen im Mittel von 3 bis 8 Jahrender Beobachtung: