Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
601
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K01

man die Richtungen der Meteor-Bahnen in ihrer ganzen Com-plication und periodischen Wiederkehr betrachtet: so findet man,daß es gewisse Radiationspunkte giebt, die immer ver-treten sind; andere, die nur sporadisch und wechselnd er-scheinen."

Ob übrigens die verschiedenen Ausgangspunkte mit denJahren sich ändern: was, wenn man geschlossene Ringeannimmt, eine Veränderung in der Lage der Ringe andeutenwürde, in welchen die Meteore sich bewegen; läßt sich bisjetzt nicht mit Sicherheit aus den Beobachtungen bestimmen.Eine schone Reihe solcher Beobachtungen von Houzeau (ausden Jahren 1839 bis 1842) scheint gegen eine progressiveVeränderung zu zeugen. ^ Daß man im griechischen undrömischen Alterthum schon aus eine gewisse temporäre Gleich-förmigkeit in der Richtung der am Himmelsgewölbe hin-schießenden Sternschnuppen aufmerksam gewesen ist, hat sehrrichtig Eduard Hcis bemerkt. Jene Richtung wurde damalsals Folge eines in den höheren Luftregioncn bereits wehendenWindes betrachtet, und verkündigte den Schissenden einenbald aus derselben Weltgegcnd eintretenden und herabsteigen-den Luftstrom in der niedrigeren Region.

Wenn die periodischen Stcrnschnuppenströme sich vonden sporadischen schon durch häufigen Parallelismus derBahnen, strahlend aus einem oder mehreren Ausgangspunkten,unterscheiden; so ist ein zweites Kriterium derselben das nu-merische: die Menge der einzelnen Meteore, auf ein bestimmtesZcitmaaß zurückgeführt. Wir kommen hier auf die vielbe-strittme Aufgabe der Unterscheidung eines außerordentlichenSternschnuppenfalles von einem gewöhnlichen. Als Mittel-zahl der Meteore, welche in dem Gesichtskreis einer Person