Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
598
Einzelbild herunterladen
 

598

gegen die Erde", verbindet. So haben wir versucht zu zei-gen, wie eine große Naturerscheinung und die früheste, reinkosmische Erklärung eines Aörolithenfalles wesentlichdazu beigetragen hat, im griechischen Alterthume stufenweise,aber freilich nicht durch mathematische Gedankenverbindung,die Keime von dem zu entwickeln, was, durch die Geistes-arbeit der folgenden Jahrhunderte gefördert, zu den von Huy-gens entdeckten Gesetzen der Kreisbewegung führte.

Von den geometrischen Verhältnissen der periodischen(nicht sporadischen) Sternschnuppen beginnend, richten wirunsere Aufmerksamkeit vorzugweise auf das, was neuereBeobachtungen über die Radiation oder die Ausgangs-punkte der Meteore, und über ihre ganz planetarischeGeschwindigkeit offenbart haben. Beides, Radiation uad Ge-schwindigkeit, charakterisirt sie mit einem hohen Grade derWahrscheinlichkeit als leuchtende Körper, die sich als unab-hängig von der Rotation der Erde zeigen, und von außer?,auS dem Welträume, in unsere Atmosphäre gelangen. Dienordamerikanischen Beobachtungen der November-Periodebei den Sternschnuppenfällen von 1833, 1834 und 1837hatten als Ausgangspunkt den Stern Leonis bezeich-nen lassen; die Beobachtungen des August-Phänomensin? Jahr 1839 Algol im Perseus, oder einen Punkt zwischendem Perseus und dem Stier. Es waren diese Radiations-Centra ohngefähr die Sternbilder, gegen welche hin sich etwain derselben Epoche die Erde bewegte. ^ Saigey, der dieamerikanischen Beobachtungen von 1833 einer sehr genauenUntersuchung unterworfen hat, bemerkt: daß die fire Radiationaus dein Sternbild des Löwen eigentlich nur nach Mitter-nacht, in den letzten 3 bis 4 Stunden vor Anbruch des Tages,