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gegen die Mittagsseite geneigt habe." In derselben Beziehungsagt Diogenes Laertius II. 9 von dem Klazomcnier: „dieSterne hatten sich anfangs in kuppelartiger Lage fortge-schwungen, so daß der jedesmal erscheinende Pol scheitel-recht über der Erde stand; später aber hatten sie die schiefeRichtung angenommen." Die Entstehung der Schiefe derEkliptik dachte man sich wie eine kosmische Begebenheit.Von einer fortschreitenden späteren Veränderung war keine Rede.
Die Schilderung der beiden ertrcmcn, also entgegenge-setzten Zustände, denen sich die Planeten Uranus und Jupiteram meisten nähern, sind dazu geeignet an die Veränderungenzu erinnern, welche die zunehmende oder abnehmendeSchiefe der Ekliptik in den meteorologischen Verhältnissen un-seres Planeten und in der EntWickelung der organischen Lebens-formen hervorbringen würde, wenn diese Zu- oder Abnahmenicht in sehr enge Grenzen eingeschlossen wären. DieKenntniß dieser Grenzen, Gegenstand der großen Arbeitenvon Leonhard Eulcr, Lagrange und Laplace, kann für dieneuere Zeit eine der glänzendsten Errungenschaften der theo-retischen Astronomie und der vervollkommneten höheren Ana-lysis genannt werden. Diese Grenzen sind so enge, daßLaplace sIZxpos. äu Loskäme cku Noircle, sei. 1824x. 303) die Behauptung aufstellte, die Schiefe der Ekliptik oscil-lire nach beiden Seiten nur 1° ^ um ihre mittlere Lage.Nach dieser Angabe^ würde uns die Tropenzone (der Wende-kreis des Krebses, als ihr nördlichster, äußerster Saum) nurum eben so viel näher kommen. Es wäre also, wenn mandie Wirkung so vieler anderer meteorologischer Perturbationenausschließt, als würde Berlin von seiner jetzigen isother-men Linie allmälig auf die von Prag versetzt. Die