425
das gemeinsame Centnim bewegten, bisweilen Mondfinsternisseso gut als die Erde veranlassen." Artemidorus aus Ephesus,den Strabo oft als Geographen anführt, glaubte an unzähligesolcher dunkeln kreisenden Weltkörper. Das alte idealeWesen, die Gegenerde der Pythagoreer, gehört
aber nicht in den Kreis dieser Ahndungen. Erde und Gegen-erde haben eine parallele, concentrische Bewegung, und dieGegenerde, ersonnen, um der sich planetarisch in 24 Stundenum das Centralfeuer bewegenden Erde die RotÄionö-Bewegungzu ersparen, ist wohl nur die entgegengesetzte Halbkugel, dieAntipoden-Hälfte unseres Planeten.^
Wenn man von den jetzt bekannten 43 Haupt- undNebenplaneten, 'dem Sechsfachen von den dem Alterthum be-kannten planetarischen Weltkörpern, chronologisch, nach derZeitfolge ihrer Entdeckung, die 36 Gegenstände absondert,welche seit der Erfindung der Fernröhre erkannt worden sind;so erhält man für das 17te Jahrhundert neun, für das18te Jahrhundert wieder neun, für das halbe 19te Jahr-hundert achtzehn neu entdeckte.
Zeitfolge der planetarischen Entdeckungen(Haupt- und Nebeuplaneten) seit der Erfindung desFernrohrs im Jahr 1608.
Das siebzehnte Jahrhundert.
Vier Jupiterstrabanten: Simon Marius zu Ansbach 29 Der.
1609, Galilei 7 Jan. 1610 zu Padua.
Dreigestaltung des Saturn: Galilei Nov. 1610; Hcvelius, Ansichtvon 2 Seitenstaben 1636; Huygens, endliche Erkenntnis derwahren Gestalt des Ringes l? Der. 1657.
Der 6te Saturnstrabant (Titan): Hupgens 23 Marz 1655.Der 3te Saturnstrabant (der äußerste, Japetus): Domin. CassiniOct. 1671.