in der Zeit der Cäsaren. Ihre Verbreitung hängt mit demEinfluß der Astrologie zusammen. Die Planetenzeichen sind,wenn man die Scheibe der Sonne und die Mondsichel aufägyptischen Monumenten abrechnet, sehr neuen Ursprungs,nach Lctronne's Untersuchungen ^ sollen sie sogar nicht älterals das zehnte Jahrhundert sein. Selbst auf Steinen mit gno-stischen Inschriften findet man sie nicht. Späte Abschreiber habensie aber gnostischen und alchymistischen Handschriften beige-fügt, fast nie den ältesten Handschriften griechischer Astronomen:des Ptolemäuö, des Theon oder des Cleomedes. Die frühestenPlanetcnzeichen, von denen einige (Jupiter und Mars), wieSalmasius mit gewohntem Scharfsinn gezeigt, aus Buchstabenentstanden sind, waren sehr von den unsrigen verschieden;die jetzige Form reicht kaum über das 15te Jahrhundert hinaus.Unbezweifelt ist es und durch eine dem Proclus suä lim. eä.Las!!. p. 14) von Olympiodor entlehnte Stelle, wie auch durchein spätes Scholien zum Pindar sl st Irin. V, 2) erwiesen, daßdie symbolistrende Gewohnheit, gewisse Metalle den Planeten zuweihen, schon neu-Platonischen alerandrinischen Vorstellungen des5ten Jahrhunderts zugehört. (Vergl. Olympiod. Lomment.in Bristol. Nktoorol. eop. 7, 3 in Jdeler's Ausgabe derIVleteor. I. II. p. 163; auch l. I. p. 199 und 251.)
Wenn sich die Zahl der sichtbaren Planeten nach derfrühesten Einschränkung der Benennung auf 5, später mitHinzufügung der großen Scheiben der Sonne und des MondeSauf 7 belief; so herrschten doch auch schon im Alterthum Ver-muthungcn, daß außer diesen sichtbaren Planeten noch andere,lichtschwächere, ungesehene, vorhanden wären. Diese Meinungwird von Simpliciuö als eine aristotelische bezeichnet. „Essei wahrscheinlich, daß solche dunkle Weltkörper, die sich um