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3 (1850)
Entstehung
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VI.

Die vielfachen oder Doppelstcrne. Ihre Zahl und ihrgegenseitiger Alistand. Umlanfszeit von zwei Sonne» umeinen gemeinschaftlichen Schwerpunkt.

Wenn man in den Betrachtungen über die Firstern-Systeme von den geahndeten allgemeineren, höheren, zuden speciellen, niederen, herabsteigt; so gewinnt man einenfesteren, zur unmittelbaren Beobachtung mehr geeignetenBoden. In den vielfachen Sternen, zu denen diebinären oder Doppelsterne gehören, sind mehrere selbst-leuchtende Weltkörper (Sonnen) durch gegenseitige Anziehungmit einander verbunden, und diese Anziehung ruft not-wendig Bewegungen in geschlossenen krummen Linienhervor. Ehe man durch wirkliche Beobachtung den Umlaufder Doppelsterne ^ erkannte, waren solche Bewegungen ingeschlossenen Curven nur in unserem planetcnreichen Sonnen-system bekannt. Auf diese scheinbare Analogie wurden vor-eilig Schlüsse gegründet, die lange auf Irrwege leitenmußten. Da man mit dem Namen Dopp elfte rn jedesSternpaar bezeichnete, in welchem eine sehr große Nähedem unbewaffneten Auge die Trennung der beiden Sternenicht gestattet (wie in Castor, « Uzrae, Oriouis, « Leu-tauri); so mußte diese Benennung sehr natürlich zwei Classenvon Sternpaaren begreifen: solche die durch ihre zufällige

A. ». Humboldt, KoSmoS. III. 19