Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
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ist ein Phänomen der Lichtbeugung, welches in keinem Zn-sammenhange mit der Frage über die Sterndurchmessersteht. Wir haben schon an einem anderen Orte erinnert,daß Sir William Herschel bei einer Vergrößerung von65l)l) Mal den Durchmesser von Wega noch 0", 36 fand.Das Bild des Arcturus wurde in einem dichten Nebel soverkleinert, daß die Scheibe noch unter t>", 2 war. Auf-fallend ist es, wie wegen der Täuschung, welche die Stern-strahlung erregt, vor der Erfindung des telescopischen SehensKepler und Tycho dem Sirius Durchmesser von 4' und 2"26" zuschrieben. ^ Die abwechselnd lichten und dunkelnRinge, welche die kleinen falschen Sternscheiben bei Ver-größerungen von zwei- bis dreihundert Mal umgeben unddie bei Anwendung von Diaphragmen verschiedener Gestaltirisiren, sind gleichzeitig die Folgen der Interferenzund der Diffraction, wie Arago's und Airy's Beobach-tungen lehren.- Die kleinsten Gegenstände, welche telesco-pisch noch deutlich als leuchtende Punkte gesehen werden(doppelte Doppelsterne, wie - der Leier; der 5te und 6teStern, den Struve im Jahr 1826 und Sir John Herschelim Jahr 1832 im Trapezium des großen Nebelfleckes desOrion entdeckt haben welches der vierfache Stern desOrion bildet), können zur Prüfung der Vollkommenheitund Lichtfülle optischer Instrumente, der Refraktoren wieder Reflectoren, angewandt werden.

Eine Farben Verschiedenheit des eigenthümlichenLichtes der Firsterne wie des reflektirten Lichtes der Pla-neten ist von früher Zeit an erkannt; aber die Kenntnißdieses merkwürdigen Phänomens ist erst durch das telesco-pische Sehe», besonders seitdem man sich lebhast mit den