Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
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starke Vergrößerungen die scheinbare Schnelligkeit der Be-wegung des Firsterns wie die der Scheibe vermehren. DieserUmstand kann in Instrumenten, welche nicht durch Uhr-werk parallactisch der Himmelsbewegung folgen, das Er-kennen der Gegenstände am Tage erleichtern. Andere undandere Punkte der Netzhaut werden gereizt. Sehr schwacheSchatten, bemerkt Arago an einem anderen Orte, werdenerst sichtbar, wenn man ihnen eine Bewegung geben kann.

Unter dem reinen Tropenhimmel, in der trockenstenJahreszeit, habe ich oft mit der schwachen Vergrößerungvon 95 Mal in einem Fernrohr von Dollond die blasseJupitersscheibe auffinden können, wenn die Sonne schon 15°bis 18° hoch stand. Lichtschwäche des Jupiter und Saturn,bei Tage im großen Berliner Nesractor gesehen und eon-trastirend mit dem ebenfalls reflectirten Lichte der der Sonnenäheren Planeten, Venus und Merkur, hat mehrmalsvr. Galle überrascht. Jupiters-Bedeckungen sind mit starkenFernröhren bisweilen bei Tage (von Flaugergues 1792,von Struve 1820) beobachtet worden. Argelander sah(7 Dec. 1849) in einem 5füßigen Fraunhofer eine Viertel-stunde nach Sonnenaufgang zu Bonn sehr deutlich 3 Ju-piterstrabanten. Den 4ten konnte er nicht erkennen. Nochspäter sah der Gehülfe Herr Schmidt den Austritt sämmt-licher Trabanten, auch des 4ten, aus dem dunkeln Mond-rande in dem 8füßigen Fernrohre des Heliometers. DieBestimmung der Grenzen der telescopischen Sichtbarkeitkleiner Sterne bei Tageshelle unter verschiedenen Klimatenund auf verschiedenen Höhen über der Meeresfläche hatgleichzeitig ein optisches und ein meteorologisches Interesse.

Zu den merkwürdigen und in ihren Ursachen viel