weil, wie der persische Astronom Kazwini ^ sagt, „man anihm die Sehkraft zu prüfen pflegte". Ich habe Alcor mitunbewaffnetem Auge, trotz der niedrigen Stellung des gro-ßen Bären unter den Tropen, jeden Abend an der regen-losen Küste von Cumana und auf den 12000 Fuß hohenEbenen der Kordilleren in großer Deutlichkeit, nur seltenund ungewisser in Europa und in den trockenen Luftschich-ten der nord-asiatischen Steppen erkannt. Die Grenze,innerhalb deren es dem unbewaffneten Auge nicht mehrmöglich ist zwei sich sehr nahe stehende Objecte am Himmelvon einander zu trennen, hängt, wie Mädlcr sehr richtigbemerkt, von dem relativen Glänze der Sterne ab. Diebeiden mit « Eaprieorni bezeichneten Sterne Zter und 4terGröße werden in gegenseitiger Entfernung von 6>/z Mi-nute ohne Mühe als getrennt erkannt. Galle glaubt nochbei sehr heiterer Luft e und 5 I>zrae in Zs/z Minute Distanzmit bloßem Auge zu sondern, weil beide 4ter Größe sind.
Das Ueb erglänzen durch die Strahlen des nahenPlaneten ist auch die Hauptursach, warum die Jupiters-trabanten, welche aber nicht alle, wie man oft behauptet,einen Lichtglanz von Sternen 5ter Größe haben, dem unbe-waffneten Auge unsichtbar bleiben. Nach neueren Schätzun-gen und Vergleichung meines Freundes, des vr. Galle,mit nahe stehenden Sternen ist der dritte Trabant, derhellste, vielleicht 5ter bis 6ter Größe, während die anderenbei wechselnder Helligkeit kter bis 7ter Größe sind. Nureinzelne Beispiele werden angeführt, wo Personen von außer-ordentlicher Scharfsichtigkcit, d. l). solche, welche mit bloßenAugen schwächere Sterne als die 6ter Größe deutlich er-kennen, einzelne Jupiterstrabantcn ohne Fernrohr gesehen