I.
Der Weltraum, und Vermuthungcn über das, mas den Welt-räum zwischen den Gestirnen zu erfüllen scheint.
Man ist geneigt die physische Weltbcschreibung, wennsie von dem anhebt, waö die fernsten Himmelsräume zwi-schen den geballten Weltkörpcrn ausfüllt und unseren Or-ganen unerreichbar bleibt, mit den mythischen Anfängender Weltgeschichte zu vergleichen. In der unendlichen Zeitwie im unendlichen Räume erscheint alles in ungewissem,oft täuschendem Dämmerlichte. Die Phantasie ist dannzwiefach angeregt, aus eigener Fülle zu schöpfen und denunbestimmten, wechselnden Gestalten Umriß und Dauer zugeben. 8 Ein solches Geständnis! kann genügen, denke ich,um vor dem Vorwurf zu bewahren, das, was durch un-mittelbare Beobachtung oder Messung zu einer mathemati-schen Gewißheit erhoben worden, mit dem zu vermischen, wasauf sehr unvollständige Jnductioncn gegründet ist. WildeTräume gehören in die Romantik der physischen Astronomie.Ein durch wissenschaftliche Arbeiten geübter Sinn verweiltaber gern bei solchen Fragen, welche, in genauem Zusam-menhange mit dem dermaligen Zustande unseres Wissens,wie mit den Hoffnungen, welche dieser Zustand erregt,schon von den ausgezeichnetsten Astronomen unserer Zeiteiner ernsten Erörterung Werth gehalten worden sind.
Durch den Einfluß der Gravitation oder allgemeinenSchwere, durch Licht und strahlende Wärme ^ stehen wir,wie man mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen kann, in