Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

36

Das uranolog ische Gebiet, dem tcllurischen ent-gegengesetzt, zerfällt bequem in zwei Abtheilungen, von denendie eine die Astrognosie oder den Firsternhimmel,die andere unser Sonnen- und Planetensystem um-faßt. Wie unvollkommen und ungenügend eine solche No-menklatur, die Bezeichnung solcher Abtheilungcn ist, brauchthier nicht wiederholt entwickelt zu werden. Es sind in denNaturwissenschaften Namen eingeführt worden, che man dieVerschiedenartigkeit der Objecte und ihre strengere Begren-zung hinlänglich kannte. 2 DaS Wichtigste bleibt die Ver-kettung der Ideen und die Anreihung, nach der die Objectebehandelt werden sollen. Neuerungen in den Namen derGruppen, Ablenkung vielgebrauchter Namen von ihrer bis-herigen Bedeutung wirken entfremdend und zugleich Verwir-rung erregend.

Astrognosie (Fixsternhimmel).

Nichts ist ruhend im Weltraum; auch die Fixsterne sindes nicht: wie zuerst Halles an Sirius, ArcturuS undAldebaran darzuthun versuchte, und die neuere Zeit unwi-dersprechlich bei vielen erwiesen hat. Der helle Stern imOchscnhütcr ArcturuS hat in den 2160 Jahren (seit Ari-stillus und Hipparch), die er beobachtet wird, um drittehalbVollmond-Breiten seinen Ort verändert gegen die benach-barten schwächeren Sterne. Encke bemerkt,daß der Sternin der Cassiopeja um Zs/z, der Stern 61 des Schwansum 6 Vollmond-Breiten von ihrer Stelle gerückt erschienensein würden, wenn die alten Beobachtungen genau genuggewesen wären, um es anzuzeigen". Schlüsse, auf Analogien