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3 (1850)
Entstehung
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ihren Inhalt nicht dem Titel entsprechen, den sie führen.Unter den italienischen Gegnern der Aristotelischen Physikwird Bernardino Telesio aus Cosenza als der Gründer einerrationellen Naturwissenschaft bezeichnet. Alle Erscheinungender sich passiv verhaltenden Materie werden von ihm alsWirkungen zweier unkörperlichcn Prineipien (Thätigkeiten,Kräfte),-von Wärme und Kälte, betrachtet. Auch dasganze organische Leben, diebeseelten" Pflanzen und Thiere,sind das Product jener ewig entzweiten Kräfte: von denenvorzugsweise die eine, die Wärme, der himmlischen; die an«derc, die Kälte, der irdischen Sphäre zugehört.

Mit noch ungezügelterer Phantasie, aber auch mit tie-fem Forschungsgeiste begabt, versucht Giordano Bruuo ausNola in drei Werken Uo Is Ususs, Urinvipio vUno; Uontvmplationi vires lo ln sinito, Uni-vor so v Noncli i nu iner ab i > i; und Do Älinimo etNaximo, das Weltganze zu umfassen. In der Natur-philosophie des Telesio, eines Zeitgenossen des Copernicuö,erkennt man wenigstens das Bestreben die Veränderungender Materie auf zwei ihrer Grundkräfte zu reduciren,welchezwar als von außen wirkend gedacht werden", doch ähnlichsind den Grundkräftcn der Anziehung und Abstoßung in derdynamischen Naturlehre von Boseowich und Kant. Diekosmischen Ansichten des Nolaners sind rein metaphysisch;sie suchen nicht die Ursachen der sinnlichen Erscheinungen inder Materie selbst, sondern berührendie Unendlichkeit desmit selbstleuchtenden Welten gefüllten Raumes, die Beseelt-heit dieser Welten, die Beziehungen der höchsten Intelligenz,Gottes, zu dem Universum." Mit geringem mathematischenWissen ausgerüstet, war Giordano Bruno doch bis zu seinem

A> «, Humboldt, Kosmos. IN. 2