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französischen Tragödicndichter sind emancipirteSklaven, die immer noch ein Stück der altenklassischen Kette mit sich herumschleppen; einfeines Ohr hört bei jedem ihrer Tritte nochimmer ein Geklirre, wie zur Zeit der HerrschaftAgamemnons und Talmas.
Ich bin weit davon entfernt, die ältere fran-zösische Tragödie unbedingt zu verwerfen. Ichehre Corneille und ich liebe Racine. Sie habenMeisterwerke geliefert, die auf ewigen Posta-menten stehen bleiben im Tempel der Kunst.Aber für das Theater ist ihre Zeit vorüber, siehaben ihre Sendung erfüllt vor einem Publikumvon Edclleuten, die sich gern für Erben desälteren Heroismus hielten, oder wenigstens diesenHeroismus nicht kleinbürgerlich verwarfen. Auchnoch unter dem Empire konnten die Helden vonCorneille und Racine auf die größte Sympathierechnen, damals, wo sie vor der Loge des großen