Druckschrift 
4 (1840)
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

229

Baumzweigen. Mir liegen beständig diese elegisch-sentimentalen Melodien im Sinn, wie ich sie vonjungen Mädchen, kleinen Kindern, verkrüppeltenSoldaten, mit allerlei Begleitungen und allerleiVariationen singens hörte. Am rührendsten sangsie der blinde Invalide ans der Citadclle vonDieppc. Meine Wohnung lag dicht am Fußejener Citadelle, wo sie ins Meer hinausragt,und dort, auf dem dunklen Gemäuer, saß erganze Nächte, der Alte, und sang die Thatcn desKaisers Napoleon. Das Meer schien seinen Ge-sängen zu lauschen, das Wort (Zloire zog immerso feierlich über die Wellen, die manchmal wievor Bewunderung aufrauschten und dann wiederstill weiter zogen ihren nächtlichen Weg ... Wennsie nach St. Helena kamen, grüßten sie vielleichtehrfurchtsvoll den tragischen Felsen oder bran-deten dort mit schmerzlichem Unmnth. Wie mancheNacht stand ich am Fenster und horchte ihm zu,