Druckschrift 
4 (1840)
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

170

ängstlich den Rücken zukehrte, sprach ich auch sosclbstbetäubend laut, daß ich die Stimme desselbenendlich nicht mehr hörte. Mein Nachbar warein liebenswürdiger Mann, von dem vornehmstenAnstand, von den feinsten Manieren, und seinewohlwollende Unterhaltung linderte die peinlicheStimmung, worin ich mich befand. Er war dieBescheidenheit selbst. Die Rede floß milde vonseinen sanftgcwölbten Lippen, seine Augen warenklar und freundlich, und als er hörte, daß ichan einem kranken Zahne litt, erröthetc er undbot mir seine Dienste an. Um Gotteswillen,rief ich, wer sind Sie denn? Ich bin der Zahn-arzt Meyer aus St. Petersburg, antwortete er.Ich rückte fast unartig schnell mit meinem Stuhlevon ihm weg, und stotterte in großer Verlegen-heit: wer ist denn dort oben an der Tafel derMann im aschgrauen Rock mit blitzenden Spiegel-