115
diamantenblitzend, neben ihr saßen, und dieRuinen ihrer ehemaligen Herrlichkeit, die Stellewo einst Troha stand, melancholisch nackt zurSchall trugen. Sie sah noch immer wunder-schön und entzückend verdrießlich aus, und eszog mich unwiderstehbar zu ihr hin, und endlichstand ich hinter ihrem Sessel, brennend vor Be-gier mit ihr zu sprechen, jedoch zurückgehaltenvon zagender Delikatesse.
Ich mochte Wohl schon einige Zeit schweigendhinter ihr gestanden haben, als sie plötzlich ausihrem Bonquet eine Blume zog, und ohne sichnach mir umzusehen, über ihre Schulter hinweg,mir diese Blume hinreichte. Sonderbar war derDuft dieser Blume und er übte ans.mich eineeigenthümlichc Verzauberung. Ich fühlte michentrückt aller gesellschaftlichen Förmlichkeit, undmir war wie in einem Traume, wo man allerleithut und spricht, worüber man sich selber wun-dert und wo unsere Worte einen gar kindisch
8*