die Schläfen bedeckten. Als aber ihr Auge demmcinigen begegnete, und zwar mit jenein wohl-bekannten Seitenblick, dessen rascher Blitz mirimmer so räthselhaft durch die Seele schoß, dazweifelte ich nicht länger: es war MademoiselleLanrence.
Vornehm hingestreckt in ihrem Sessel, inder einen Hand einen Blumenstrauß, mit deranderen gestützt auf der Armlehne, saß Made-moiselle Lanrence unfern eines Spieltisches undschien dort dem Wurf der Karten ihre ganzeAufmerksamkeit zu widmen. Vornehm und zier-lich war ihr Anzug, aber dennoch ganz einfach,von weißem Atlas. Außer Armbändern undBrustnadeln von Perlen trug sie keinen Schmuck.Ein Fülle von Spitzen bedeckte den jugendlichenBusen, bedeckte ihn fast puritanisch bis am Halse,und in dieser Einfachheit und Zucht der Beklei-dung, bildete sie einen rührend lieblichen Contrastmit einigen älteren Damen, die, bnntgcputzt und