III
mit ihren Hochzeitkleidern, Blumenkränze auf denHäuptern, funkelnde Ringe an den bleichen Hän-den, schauerlich lachend, unwiderstehlich schön,tanzen die Willis im Mondschein, und sie tanzenimmer um so tobsüchtiger und ungestümer, jemehr sie fühlen, daß die vergönnte Tanzstundezu Ende rinnt, und sie wieder hinabsteigenmüssen in die Eiskälte des Grabes.
Es war auf einer Soiree in der Chansseed'Antin, wo mir diese Betrachtung recht tief dieSeele bewegte. Es war eine glänzende Soiree,und nichts fehlte an den herkömmlichen Ingre-dienzen des gesellschaftlichen Vergnügens: genugLicht um beleuchtet zu werden, genug Spiegel umsich betrachten zu können, genug Menschen umsich heiß zu drängen, genug Zuckerwasser undEis um sich abzukühlen. Man begann mit Mu-sik. Franz Liszt hatte sich ans Fortepiano drän-gen lassen, strich seine Haare aufwärts über diegeniale Stirne, und lieferte eine seiner brillian-