Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
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Das waren Töne die sich küßten, dann schmollendeinander flohen, und endlich wieder lachend sichumschlangen, und eins wurden, und in tränken-der Einheit dahinstarben. Ja, die Töne triebenein heiteres Spiel, wie Schmetterlinge, wenneiner dem anderen neckend ausweicht, sich hintereine Blume verbirgt, endlich erhascht wird, unddann mit dem anderen, leichtsinnig beglückt, imgoldnen Sonnenlichte hinaufflattcrt. Aber eineSpinne, eine Spinne kann solchen verliebtenSchmetterlingen mal plötzlich ein tragisches Schick-sal bereiten. Ahnte dergleichen das junge Herz?Ein wehmüthig seufzender Ton, wie Vorgefühleines heranschleichenden Unglücks, glitt leise durchdie entzücktesten Melodieen, die aus PaganinisVioline hervorstrahlten . . . Seine Augen wer-den feucht . . . Anbetend kniet er nieder vorseiner Amata . . . Aber ach! indem er sichbeugt, um ihre Füße zu küsseu, erblickt er unterdem Bette einen steinen Abbate! Ich weiß nicht