Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
53
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während Paganini seine unaufhörlichen Compli-mente schnitt; aber alle dergleichen Gedanken muß-ten straks verstummen, als der wunderbare Mei-ster seine Violine ans Kinn setzte und zu spielenbegann. Was mich betrifft, so kennen Sie jamein musikalisches zweites Gesicht, mein Begab-niß, bei jedem Tone, den ich erklingen höre,auch die adäquate Klangfigur zu sehen; und sokam es, daß mir Paganini mit jedem Stricheseines Bogens auch sichtbare Gestalten und Situa-tionen vor die Augen brachte, daß er mir intönender Bilderschrift allerlei grelle Geschichtenerzählte, daß er vor mir gleichsam ein farbigesSchattenspiel hingaukeln ließ, worin er selberimmer mit seinem Violinspiel als die Hauptpersonagirte. Schon bei seinem ersten Bogenstrich hat-ten sich die Kulissen um ihn her verändert; erstand mit seinem Musikpult plötzlich in einemheitern Zimmer, welches lustig unordentlich deko-rirt, mit verschnörkelten Möbeln im Pompadur-

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