Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
5
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angekleidet, in weißem Musselin, auf einem grün-scidnen Sopha hingestreckt lag und ruhig schlief.

Schweigend, mit verschränkten Armen, standMaximilian einige Zeit vor der Schlafenden undbetrachtete die schönen Glieder, die das leichteGewand mehr offenbarte als verhüllte, und jedes-mal, wenn die Lampe einen Lichtstrcif über dasblasse Antlitz warf, erbebte sein Herz. Um Gott!sprach er leise vor sich hin, was ist das? WelcheErinnerung wird in mir wach? Ja, jetzt weißich's. Dieses weiße Bild auf dem grünen Grunde,ja, jetzt . . .

In diesem Augenblick erwachte die Kranke,und wie aus der Tiefe eines Traumes hervor-schauend, blickten auf den Freund die sanften,dunkelblauen Augen, fragend, bittend ... Anwas dachten Sie eben, Maximilian? sprach siemit jener schauerlich weichen Stimme, wie siebei Lungenkranken gesunden wird, und worin wirzugleich das Lallen eines Kindes, das Zwitschern