Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
XXXIV
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von Religion und Moral unumwunden darzu-stellen; nur durch positive Bekenntnisse kann ichmich von den angeschuldigten Negationen, Atheis-mus und Immoralitat, vollständig reinigen. UndIhr wißt, wie beschränkt das Feld ist, das jetztmeine Feder beackern darf.

Wie gesagt, Herr Menzel hat mich nichtpersönlich angegriffen und ich habe wahrlich gegenihn keinen persönlichen Groll. Wir waren sogarehemals gute Freunde und er hat mich oft genugwissen lassen, wie sehr er mich liebe. Er hatmir nie vorgeworfen, daß ich ein schlechter Dichtersei und auch ich habe ihn gelobt. Ich hattemeine Freude an ihm, und ich lobte ihn in einemJournale, welches dieses Lob nicht lange überlebte.Ich war damals ein kleiner Junge und meingrößter Spaß bestand darin, daß ich Flöhe unterein Mikroskop setzte und die Größe derselben denLeuten demonstrirte. Herr Menzel hingegen setztedamals den Goethe unter ein Verkleinerungsglas