Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
293
Einzelbild herunterladen
 

293

seinen Gemälden hervor, und eine Sammlungderselben wäre eine Biographie des Malers.Er hat oft mit einem einzigen Pinsclstrich dietiefsten Geheimnisse seiner Seele darin einge-zeichnet. So glaube ich, seine Frau hat ihmallzuoft Vorwürfe gemacht über sein vielesTrinken. Denn auf dem Gemälde, welchesdas Bohnenfest vorstellt, und wo Jan mitseiner ganzen Familie zu Tische sitzt, da sehenwir seine Frau mit einem gar großen Wein-krug in der Hand, und ihre Augen leuchtenwie die einer Bachantin. Ich bin aber über-zeugt, die gute Frau hat nie zuviel Weingenossen, und der Schalk hat uns weiß machenwollen, nicht er, sondern seine Frau liebe denTrunk. Deßhalb lacht er desto vergnügteraus dem Bilde hervor. Er ist glücklich: ersitzt in der Mitte der Seinigen; sein Söhnchenist Bohnenkönig und steht mit der Krone vonFlittergold auf einem Stuhle; seine alteMutter, in ihren GesichtSfaltcn das seligsteSchmunzeln, trägt das jüngste Enkelchen auf