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Adalbert begraben. Dort steht sein silberner Sar-kophag, und darauf liegt sein eignes Contcrfci,in Lebensgröße, mit Bischofmütze und Krumm-stab, die Hände fromm gefaltet, und alles vongegossenem Silber. Wie oft muß ich deinergedenken, du silberner Heiliger! Ach, wieoft schleichen meine Gedanken nach Polenzurück, unv ich stehe wieder in dem Dome vonGnescn, an den Pfeiler gelehnt, beh demGrabmal Adalberts! Dann rauscht auch wiederdie Orgel, als Probirc der Organist ein Stückaus Allcgris Miserere; in einer fernen Kapellewird eine Messe gemurmelt; die letzten Son-nenlichter fallen durch die bunten Fenster-scheiben; die Kirche ist leer; nur vor dem sil-bernen Grabmal des Heiligen liegt eine betendeGestalt, ein wundcrholdeS Frauenbild, das mireinen raschen Seitenblick zuwirft, aber eben sorasch sich wieder gegen den Heiligen wendetund mit ihren sehnsüchtig schlauen Lippen dieWorte flüstert: „ich bete dich an!"