Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
61
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scheint verzweiflungsvoll zu jammern. DerKnabe, ein armer Tölpel, hat ein Brod in denHänden, er will davon essen, aber kein Bissenwill ihm munden ob des unbewußten Mitkummers,und um so trauriger ist seine Miene. DerVerstorbene scheint der älteste Sohn zu sehn,die Stütze und Zierde der Familie, korinthischeSäule des Hauses: und jugendlich blühend,amnnthig und fast lächelnd liegt er auf derBahre, so daß in diesem Gemälde das Lebentrüb, häßlich und traurig, der Tod aberunendlich schön erscheint, ja aumuthig und fastlächelnd.

Der Maler, der so schön den Tod verklärt,hat jedoch das Leben noch weit herrlicher dar-zustellen gewußt: sein großes Meisterwerk, „dieSchnitter," ist gleichsam die Apotheose desLebens; bcp dem Anblick desselben vergißt man,daß es ein Schattenreich gibt und man zweifelt,ob es irgendwo herrlicher und lichter seh, alsauf dieser Erde. „Die Erde ist der Himmelund tie Menschen sind heilig durchgöttert,"