Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
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getragen. Der Pabst selbst, obgleich roth-wangig, sieht schwächlich aus, fast verbleichendin dem weißen Hintergrund von Weihrauch-dampf und weißen Federwedeln, die über ihnhingehalten werden. Aber die Träger despäbstlichcn Stuhles sind stämmige, charaktervolleGestalten, in karmosinrothen Livreen, dieschwarzen Haare herabfallend über die gebräun-ten Gesichter. Es kommen nur drei davonzum Vorschein, aber sie sind vortrefflich gemalt.Dasselbe läßt sich rühmen von den Kapuzinern,deren Häupter nur, oder vielmehr deren ge-beugte Hinterhäupter mit den breiten Tonsuren,im Vordergrunde sichtbar werden. Aber ebendie verschwiinmcnde Unbedeutenheit der Haupt-personen und das bedeutende Hervortreten derNebenpersonen ist ein Fehler des Bildes.Leztere haben mich durch die Leichtigkeit, wo-mit sie hingeworfen sind, und durch ihr Coloritan den Paul Veronesc erinnert. Nur dervenezianische Zauber fehlt, jene Farbenpoesie,die, gleich dem Schimmer der Lagunen, nur