Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
XII
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XII

Auswanderer, als gäbe ich dem Vaterland selber denHandschlag eines erneuten Bündnisses der Liebe, undwir sprachen Deutsch. Die Menschen waren ebenfallssehr froh ans einer fremden Landstraße diese Laute zuvernehmen; die bcsorglichcn Schatten schwanden vonihren Gesichtern, und sie lächelten bepnahe. Auch dieFrauen, worunter manche recht hübsch, riefen nur ihrgemüthliches »Griesch di Gott!" vom Wagen herab,und die jungen Bübli grüßten crröthcnd höflich, unddie ganz kleinen Kinder jauchzten mich an, mit ihrenzahnlosen lieben Mündchcn. Und warum habt Ihrdenn Deutschland verlassen? fragte ich diese armenLeute. Das Land ist gut und wären gern dage-blieben, antworteten sie, aber wir konntcnS nichtlänger aushalten

Nein, ich gehöre nicht zu den Demagogen, dienur die Leidenschaften aufregen wollen, und ich willnicht alles wiedererzählen was ich auf jener Land-straße, bei Havre, unter frcpcm Himmel, gehört habeüber den Unfug der hvchnobelen und allerhöchstnobelen Sippschaften in der Hcimath auch lag diegrößere Klage nicht im Wort selbst, sondern im Tonwomit es schlicht und grab gesprochen, oder vielmehrgeseufzt wurde. Auch jene armen Leute waren keineDemagogen; die Schlußrede ihrer Klage war immer: