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Eudiometer.
gas, welche sich an dem Orte der Berührung'erzeugt, an denWandungen der Bohre herablhefsen und sich noch vollends mitSalpetergas beladen , also sich in salpetrige und untersalpetrigeSäure verwandeln ] kommt umgekehrt das sauerstollhaltendeGemenge zuletzt in die Röhre , so iliefst die neue Verbindungin Berührung mit diesem herab, und verwandelt sich gröfsten-theils in Salpetersäure. Auch das Wasser, welches bei einergrofsen Weite des Gefäfses und heim Schütteln stärker ein-wirkt, begünstigt die Bildung der Salpetersäure wegen seinergröi'sern Affinität zu derselben u. s. w. Es darf uns dahernicht Wunder nehmen, dafs man nach Scheuer von dem
verschwundenen Gase g als Sauerstoffgas betrachten soll, nach10
Iygenhouss ^j=, nach Gay - Löss AC, wofern man die Mischungin einem weiten Gefäfse vor sich gehen läfst, und nichtschüttelt, |, nach Humboldt ~ nach Lavoisier bis
nach Priestley nach IIildebrandt-^- und nach
Dal tos —^ bis und dafs mit Hülfe dieses Eudiome-
ters ehedem so falsche Bestimmungen über den Sauerstoffgas-• geholt der -Luft gegeben worden sind.
Ö Ö o
7. Davy’s Eudiometer. Man bestimmt die Raumabnahme,welche ein Gasgemenge heim Schütteln mit einer mit Sal-petergas gesättigten Eisenpitriollösung erleidet.
Eisenvitriol, in Wasser gelöset, absorbirt eine grofse Mengevon Salpetergas , die Auflösung erhält eine grünbraune Farbeund die Eigenschaft, das SauerstolTgas schnell zu verschlucken.Man verfährt, wie beim Schwefellebereudiometer. Ehe manjedoch den Gasrückstand mifst, schüttelt man ihn noch miteiner Eisenvitriollqsung, welche das Salpetergas absorbirt, wel-ches etwa aus der ersten Lösung in das Gas übergetreten war.Die Raumverminderung kommt rein auf Rechnung des Sauer-stoffgases. Die Menge desselben wird jedoch leicht zu kleingefunden, weil das vom Eisenvitriol absorbirte Salpetergas all-mälig durch denselben zersetzt wird und Stickgas in das zuprüfende Gas austreten läfst, G.