Polil’s Theorie.
637
mung die Erscheinungen selbst gar nicht erklärt. Nach denAusdrücken Sef.deck’s ist die den elektromagnetischen Cylinderbildende Zahl der Radien mit entgegenstehenden Magnetismenan ihren Seiten unendlich. Ware dieses im strengsten Sinneder Fall, so würde gar keine Wirkung möglich seyn, indemjeder Punct in einer auf den Schliefsungsdraht senkrechtenEbene zugleich nordpolarisch und südpolarisch seyn miilste,deren Wirkungen auf die Spitze einer Magnetnadel von mels-bar räumlichem Inhalte sich um so sicherer aufheben würden,als der Thesis nach auf jeden räumlichen Punct in der Spitzeder Magnetnadel eine unendliche Menge nordpolarer und süd-polarer Puncte im magnetischen Cylinder um den Leitungsdrahteinwirken müfsten. Wir wollen indels annehmen, die Zahl dernord- und siid-polaren Puncte sey eine unendliche, so giebtes im Umfange des elektrischen Leiters für eine mit ihrer Axelothrecht auf die Axe des Leiters gerichtete Magnetnadel soviele Puncte, in welchen dieselbe auf einen gleichnamigen Polsenkrecht gerichtet ist, dessen seitwärts bewegende Kraft alsoverschwindet, zugleich aber sich in gleichem Abstande vonzwei ungleichnamigen Polen befindet, deren Wirkungen sichsonach gleichfalls aufheben, als wie viele Paare von Polen denLeiter umgeben. Obgleich daher mit der Zahl der Paare die-ser Tole die Menge der Lagen wächst, in denen die Nadel-spitze zwischen zwei ungleichen Polen belindlich nach den Ge-setzen der magnetischen Wirksamkeit eine Abweichung erhal-ten mufs, so wächst hiermit auch zugleich die Zahl derlndilTe-renzpuncte, und man kommt also mit zwei polaren Linien odermit vieren eben so weit, als mit einer beliebigen endlichenZahl Paare ungleichnamig magnetischer Puncte , indem auchbei diesen endlich die Richtung des Umlaufens der Nadelspitzeum den elektrischen Leiter unbestimmt bleibt. Es finden somitgegen diese Theorie die nämlichen Einwendungen statt, welchemich bewogen haben, die von mir selbst früher vertheidigtoTheorie aufzugeben.
5. Po hl’ e Theorie der Circular pol arilät.
G. F. Pont, suchte anfangs * die elektromagnetischen Er-scheinungen am Scliliefsungsdrahte der Volta’schen Säule da-
1 G. 1/XlN. M,