E 1)1) e und Flut It,
32
der Rotation statt findende Abweichung der Erde von der Kugel-gestalt wird auch liier nicht gesehen, sondern ADBE stellt dasSpliäroid vor, so wie die Attraction des Mondes es bestimmt.Ist nun liier NO die Ebene des Aequators, so hat O diohöchste Fluth dann, wenn der Mond im Zenith des OrtesD steht, aber da auch der auf die Ebene der Figur senk-rechte Flalbmesser der Erde = CA ist, so ist der gröfsesteHalbmesser des Erd-Aequators = CO, der kleinste = CA, unddas Intervall zwischen Fluth und Ebbe = CO — CA, welches, da
CO =
A / (1
3 2 )
gesetzt
werden kann undist, in CO — CA
Y/" ( 1 — e 2 ) Cos. 2 d= A (1 — ± e 2 Sin. 2 d),
CA = A / (1 — e 2 ) = A (1= A. d e 2 Cos. 2 d übergeht.
Die Fluthliöhe ist also unter dem Aequator dem Quadratevom Cosinus der Declination des Gestirns proportional. Aberauch für andere geographische Breiten gilt eine ähnliche Be-stimmung. Deutet nämlich o n einen mit dem Aequator pa-rallelen Schnitt an, so ist dieser eine Ellipse, die dem Aequa-tor ON ähnlich ist, aber im Verhältnifs des Cosinus der Breitekleiner, der grofste Halbmesser dieses Schnitts ist also= A Cos. ß. (1 — ^ e 2 Sin. 2 d), der kleinste
= A Cos. ß. (1
terscliied dieser Flalbmesser = A Cos. ß
e 2 ), und da nicht der Un-
e 2 Cos. 2 d die
Fluthhöhe bestimmt, sondern dieser Unterschied noch mitdem Cosinus der Neigung gegen die Verticallinie multipli-cirt wird, also or = om. Cos. ß seyn würde, wenn omACos./S~ 2
e 2 Cos. 2 d = jenem'Untersclnede ist, so ist of-
fenbar die Fluthhöhe in der geographisohen Breite = ß__ A e 2 Cos. 2 ß. Cos. 2 d ,
- 2 -j wenn des Blondes Declination
~ d ist.
Eben das gilt für die Sonne.
Diese Formel zeigt erstlich, dafs die Fluth gegen die Poleder Erde abnimmt, und zweitens, dafs um die Zeit der Aequi-noctien, wo beim Neumond und Vollmond beide Flimmels-körper dem Aequator nahe sind, die Springfluthen höher stei-gen, als zu andern Jahreszeiten.