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3 (1827) E
Entstehung
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Ursache derselben,

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Laplace ist der erste, der die Untersuchung mit Glückweiter fortzuführen versucht hat 1 , indem er nach den Gesez-zen der Hydrodynamik die Oscillationen des Meeres zubestimmen suchte. Da ich von seinen Betrachtungen nachhereinen kurzen Abrils geben werde, so bemerke ich hier nur,dals er (zwar unter gewissen beschränkenden Voraussetzungen)dennoch sehr allgemeine Formeln für die verschiedenen Oscil-lationen des Meeres findet. Die Formeln ergeben drei Artenvon Oscillationen. Die eine hängt blofs von der Breite des Beo-bachtungs-Ortes und von der Declination des Gestirns ab,undsie giebt daher das an, was wir in den Beobachtungen als Ver-schiedenheit der Fluthen, wenn das Gestirn im Aequator stehtoder wenn es erheblich davon entfernt ist, bemerken. Diezweite Art von Oscillationen hat eine Periode gleich der gan-zen Zwischenzeit zwischen zwei Durchgängen des Gestirnsdurch den obern Meridian, und sie drückt daher die Ungleich-eit der Fluthen aus, wobei das anziehende Gestirn über oderunter dem Horizonte steht. Laplace zeigt, dafs die naheGleichheit dieser beiden Fluthen auf eine in Vergleichung ge-gen die Gröfse der ganzen Erde geringe Ungleichheit der Tiefedes Meeres hindeute, oder eigentlich, dafs sie anzeigt, mandürfe keine erhebliche, von der geographischen Breite abhän-gende Ungleichheit der Tiefen annehmen. Die dritte Oscil-lation hat eine halb so lange Periode als die vorige und stelltdie tätlich zweimal wiederkehrende Fluth dar. Ich brauchewohl kaum zu eiwähnen, dafs die Springlluthen durch das Zu-sammentreffen der durch Sonne und Mond bewirkten Oscillationen der dritten Art hervorgebracht werden. Laplaces Dar-stellung wird vorzüglich dadurch schwierig, dafs er, wie es al-lerdings zu einer genauen Entwickelung erforderlich war, aufdie Attraction der Wasserschicht selbst Rücksicht nimmt; ichwerde daher im Folgenden versuchen, mit Beiseitsetzung die-ser Rücksicht, wenigstens einen Begriff von den Rechnungenzu geben, die Laplace in Beziehung auf dieses Phänomen an-gestellt hat. Laplace hat diese schon Vor 50 Jahren von ihmunternommenen Untersuchungen mit oft wiederholter Anstren-gung weiter fortgeführt, und noch kürzlich aufs Neue eine Ver-gleichung der seit vielen Jahren in Brest angestellten Beobacht

1 Mccun. ceicste. Livre IV. et XIII.