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3 (1827) E
Entstehung
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Erscheinungen.

= 372 Min. setzt, und die gesammte Fluthhöhe = 12 Fufs,zu jeder Zeit = t, die seit dem tiefsten Wasser verflossen

t. ISO 9372

ist, die Flöhe = 6 Sin. vers.

seyn,

also

Bei-

spiel fiir die ersten 31 Minuten, die Höhe sich um 0,2 Fufs,dagegen in der Mitte zwischen dem höchsten und tiefsten Was-ser etwa 1,6 Fufs in eben der Zeit ändern. Aber auch diesesGesetz gilt nicht ganz gleichförmig für alle Orte, und man be-merkt zum Beispiel zu Anfang der Ebbe am Ufer noch kaumein Sinken des Wassers, wenn es im Freien schon ziemlicherheblich gesunken ist. Damit hängt auch der Wechsel desFluth - und Ebbestromes zusammen, den man vorzüg-lich in den Mündungen derFliisse bemerkt; der Wechsel die-ses Stromes tritt später ein als der Wechsel des Steigern- undFallens; denn erst, wenn das Wasser, vor der Mündung be-deutendgestiegen ist, kann es den Ebbestrom überwältigen undin F ln thstrom verwandeln, und so umgekehrt. NachW oltm an srsBemerkung kann jener Unterschied über 1 Stunde betragen 1 :7- Endlich gehört hieher noch die Bemerkung, dafs nurin grofsen Meeren die Fluth statt findet, dafs sie in den klei-nern nur durch ihre Verbindung mit jenen hervorgebrachtwird, und dafs es in ganz oder beinahe ganz von Land- um-gebenen kleinern Meeren, wie das caspische Meer und die Ost-see , gar keine Fluth und Ebbe giebt.

ln die Nordsee tritt sie theils vom nördlichen Schottlandher, theils durch den Canal ein, und eben die Fluth, welcheum 12 Uhr in Buchannefs (an der nordöstlichen Seite Schott-lands) holies Wasser macht, bringt vor dem Flumber 6 Stun-den später, bei Yarmouth Ol Stunde späterj vor der Themseund so auch an den holländischen und deutschen Küsten 12Stunden später Hochwasser; an den. letzteren Orten vereinigtsich damit die durch den Canal kommende Fluth, die (wennman eben die Tage nimmt) bei Brest um 31 Uhr, bei Havreum 9 Uhr, bei Ostende um 12 Uhr höchstes Wasser macht,und hier mit jener zusammen trifft 2 .

Bei diesem Fortrücken der Fluth mufs ich doch noch be-merken, dafs man Unrecht haben würde, wenn man sich die

1 Handbuch der Schifffahrtskmide, zum Gebrauch für Navi-guUonstchuleii etc. Hamburg. 1819, S. 376.

2 Woltmasn am ung. O. S. 378.