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Umfang unseres ErkenntnißvcrmögcnS, oder überdie Grenzen unseres Erkcnntnißvcrmögens istweniger nachgedacht worden. Dieses ward nundie Aufgabe von Kant, er unterwarf unserErkcnntnißvermögen einer schonnngsloscn Unter-suchung, er sondirte die ganze Tiefe dieses Ver-mögens und konstatirte alle seine Grenzen. Dafand er nun freilich, daß wir gar nichts wissenkönnen von sehr vielen Dingen, mit denen wirfrüher in vertrautester Bekanntschaft zu stehenvermeinten. Das war sehr verdrießlich. Aberes war doch immer nützlich, zu wissen, vonwelchen Dingen wir nichts wissen können. Weruns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet unseinen eben so guten Dienst, wie derjenige, deruns den rechten Weg anzeigt. Kant bewiesuns, daß wir von den Dingen, wie sie an undfür sich selber sind, nichts wissen, sondern daßwir nur in so fern etwas von ihnen wissen, alssie sich in unserem Geiste reflcktircn Da sindwir nun ganz wie die Gefangenen, wovonPlato, im siebenten Buche vom Staate, so