Druckschrift 
2 (1861)
Entstehung
Seite
89
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allen weltlichen wie geistlichen Dingen herrschte.Basirt auf Autoritäten waren alle Ansichtender Zeit; der Dichter wandelte, mit der Sicher-heit eines Maulesels, längs den Abgründen desZweifels, und es herrscht in seinen Werkeneine kühne Ruhe, eine selige Zuversicht, wie siespäter unmöglich war, als die Spitze jenerAutoritäten, nämlich die Autorität des Papstes,gebrochen war und alle anderen nachstürzten.Die Gedichte des Mittelalters haben daher alledenselben Charakter, es ist als habe sie nichtder einzelne Mensch, sondern das ganze Volkgedichtet; sie sind objektiv, episch und naiv.

In der Literatur hingegen, die mit Luthercmporblüht, finden wir ganz das Gcgentheil:

1) Ihr Material, der Stoff, der behandeltwerden soll, ist der Kampf der Rcformazions-intcrcsscn und Ansichten mit der alten Ordnungder Dinge. Dem neuen Zeitgeist ist jenerMischglaubc, der aus den erwähnten zweiElementen, germanische Nazivnalität und indisch