die schöne Göttin dort, mit ihren Fräulein undGesponscn, unter Spiel und Tänzen, das lüder-lichste Leben führe. Die arme Diana sogar,trotz ihrer Keuschheit, war vor einem ähnlichenSchicksat nicht sicher, und man ließ sie nächtlichmit ihren Nymphen durch die Wälder ziehenund daher die Sage von dem wüthenden Heer,von der wilden Jagd. Hier zeigt sich noch ganzdie gnostischc Ansicht von der Verschlechterungdes ehemals Göttlichen, und in dieser Umge-staltung des früheren Nazionalglaubcns mnni-festirt sich am tiefsinnigsten die Idee des Chri-stenthums.
Der Nazionalglaube in Europa, im Nordennoch viel mehr als im Süden, war pantheistisch,seine Mysterien und Symbole bezogen sich anseinen Natnrdienst, in jedem Elemente verehrteman wunderbare Wesen, in jedem Baume ath-mete eine Gottheit, die ganze Erschcinnngsweltwar durchgöttert; das Christenthum verkehrtediese Ansicht, und an die Stelle einer dnrch-göttertcn Natur trat eine durchteufelte. Die