Druckschrift 
2 (1861)
Entstehung
Seite
18
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und Entsagung predigen, und den gegeißeltenund verspotteten Menschen das tröstende Cruci-fix vorhalten, und ihnen nach dem Tode, dortoben, alle sieben Himmel versprechen.

Vielleicht eben, weil die Großen dieser Erdeihrer Obcrmacht gewiß sind, und im Herzen be-schlossen haben sie ewig zu unserem Unglück zumißbrauchen, sind sie von der Notwendigkeitdes Christentums für ihre Völker überzeugt,und es ist im Grunde ein zartes Menschlich-kcitsgefühl, daß sie sich für die Erhaltung dieserReligion so viele Mühe geben!

Das endliche Schicksal des Christenthumsist also davon abhängig, ob wir dessen noch be-dürfen. Diese Religion war eine Wohlthat fürdie leidende Menschheit während achtzehn Jahr-hunderten, sie war providenticll, göttlich, heilig.Alles waS sie der Civilisation genützt, indemsie die Starken zähmte und die Zahmen stärkte,die Völker verband durch gleiches Gefühl undgleiche Sprache, und was sonst noch von ihren