''sg X
'ltz. X
- '-W-K
X'>-,Xd77>,. ?'«»»«
?w«7
'.--.'diM
" ..lt ^j'.x A
>/''75ilWWj»
,.'^'>vl>lfjWK''>>-..V.'5^^
^^A7!.77
W«il
.' ' '<' ,st. ^1'!!^. - :-"'-.'.i- -'" "" f..l,'
Uw°'
' '.'^tallb^z.
77' ^.7..F»°5
.'.-<^<'-«DII^
^ »'-»Ä
^ ,x,xX
5^N-K
'"x> vS^ ^
von denen Hertzsgchknnern Mantua und Montferrat.
757
Reich die waffen ergriffen / und sich der erb-schafft verlustig gemacht. Der Kayftr woltedie von dem Hertzog von Revers eigerunäch-lig ergriffene pvüets so viel weniger verstatten/weil es Rcichs-lchn/und ohne Kayserl. consentund invellitur die lucceNion nicht anzutreten ge-wesen/schickte deßhalberGmfIshanneni vonNassau gegen Mantua zu ie^-eNi-irung derlande. Spanien wolte keinen FrantzöischenFürsten in Italien leiden / und mcümrte zumkriege. Die Cron Franckretch nahm ihnaber in schütz/ schickte eine armee in Italien/undbrachte ihmc nach dreymahl abgeschlagener be-lagerung Casal/ und nach erhaltenen zwo feld-schlachten / die belehnung beym Raxser Ferdi-nands il zu wege. Hierbey lidte die stadtMantua am meisten/als welche von den Kay-sirlichen und Spaniern unterm General Colal-to'A.i6z«Dmit stürm übergienge/und derHer-tzog allda seinen schätz/ an viel Millionen werth/vcrlohr.
Endlich wurde A.i6zo zu Regenspurg /undim folgenden jähre zu C Hera fco ein friede ge-schlossen/und darinnen verglichen / daß Her-zog Carl Kaiserlicher Majestät sich lük-mittlren / und dir lehn über das Hcryog-thunr Mantua und Montferrat gezie-mend suchen und empfangen / die CronFrankreich die iin Mantuanischen stehen-de trouppen abführen/und das hauß Sa-voyenalles abgenommene zurück/ lind inMontferrat das jenige / was disteit desflusses po/und jenselt des flustcs Tanaroliegt/ bekommen/ Franckreich aber denschlüfte! pignerol behalten / und endlichdem Fürsten von GuaAalla vor seine pr-e-tenüonaufMantua so viel land und leute/daß er jahrlich 6oc>o krönen an einkünfftenhaben konte/eingeraumet werden solre.
Hierauf hat nun der Hertzog A. i6zi den 22Zun. die Kayserl. lehn empfangen/ womit dieunterthanen und landschafft desto mehr ver-gnügt waren/ dieweil der Fürstliche lehns - fol-ger siinen ältesten Printzcn/ ^>eryog Carlnilvon Rethel/ welche herrschafft der Cardinalnach der zeit gekauffet/ mit der jungenFürstin von Mantua'Marien/ Hertzog Fran-kens lil eintzigen tochter zu mehrer Versiche-rung schon A. 1627 vermählen lassen. Ausdieser ehe ist Heryog Carl !ii, und kapsersFerdinandi 1'i A. i6Z6 verstorbene frau wlt-be dieKaistrin erzeuget wor-
den.
Der erste folgte A. 1637 seinem Herrn groß-vacer in der regierung/und befreyete A. 1662die Hauptstadt Mantua von der Venetiani-schen garnison. Sein lebens. ende ereignetesich A-1665 den 16 Aug. nachdem er mit seinerGemahlin Fr.Isabella Clara /Ertzhertz. Leo-pold! von Oesterreich tochter/den ietztregieren-den <^ertz. Carln !V gezeuget. Derselbewürde gebohren den 31 Aug. i6si;mustealsonach absterben siines Herrn vaters unter müt-terlicher vormundschafft eine zeitlang stehen/vermahlete sich darauffA. 1670 an Fr. Annen^subellen/Herg. Ferdinand llt von Gua-stalla älteste rochter/ mit welcher er aber eineunfruchtbare ehe besitzet. Er verkausste nicht
allein A. 1681 die festung Casal an die CroneFranckreich/ sondern verstattete auch/daß dieFrantzoische trouppen Guastalla iorriücirten/wodurch er sich sowohl an dem Kaysirl. alsauch an den meisten Jtaliamschen Höfen inÜbeln credit sitzele. Hiermit bekam der Gou-verneur von Meylandbefehl/ den Hertzog da-hin anzuhalten/daß er den komüc^ions bau die-ses ietztgedachten ortes/welcher aussdenMay-ländischen gräntzen gelegen/ einstcllete/ ange-sehen solches wider die bey der mvest-tm- ver-sprochene puncten wäre; inmaßen er denn auchA. 16KO in die 6emvl>tlon einwilligen muste/und A. 1692 so wohl besagter stadt als des Her-tzogthumsgar entsitzet wurde: Denn uner-Derjenigeachtet er des ohne mannliche erben A. 1678^^«-verstorbenen Ferdinanden niHertzogs zu Gua-A yvg. 'stalla älteste tochter/ VincenNus aber hingegendie jüngste / nehmlich Marien Victorien/^sstzur ehe hatte/so wurde doch diesem letztem alsnahern Agnaten die belehnung über silhanesHertzogthum ertheilet/ und der besitz desselbeneingeräumct. Das schlimmste aber war die-ses/ daß man die wichtige/estung Casal nochimmer in Frantzöischen Händen sehen muste»
Dieser ort war in dem siebenzehenden seculogleichsam die braut in Italien gewesen / umwelche die Spanier und Frantzosen lange zeitgerantzet hatten/ und haben die ersten sich zudreyen unterschiedlichen mahlen / nehmlich A.
1629/1,630 und l64v/davorgemachet/sind aberallemahl durch die Frantzosen mit grossem Ver-lust genöthiget worden/ die belagerung aufzu-heben/ biß sie A. 1652 unter währender innerli-cher unruhe eine abermahlige betagerung an-stelleten/und den ort endlich smportirten. Odnun schon Casal nach der zeitsiinem rechtmäs-sigen eigenthums-Herrn wiederum eingeräu-mct wurde: So wüste ihm doch der Frantzö-^ite Cas«t
Lsche hofmit einer ansehnlichen slnnma geldes/att Franck-dessin er sehr benöthiget war/ so wohlzu be-^^gegnen/ daß er selbiges / obgedachter massin/A. 168 l an diese Cron abtrat. Wie unrechtaber dieser Handel gewesen/ist daher zu erken-nen / weil ein solch ansehnlich und -mpor-tam lehn-stücke ohne vordewust und einwilli-gung der Rom. Kaysirl. Majest. als lehn-herrns veräußert / und einem fremden Köni-ge/ der ohnedem das Reich von allen feitenbezwackete/überlassen worden/biß es A. 1694von dem Hertzoge von Savoyen und anderndamahls wider Franckreich Wirten belagert/im folgenden jähre aber allererst den i Zulii er-obert/ und die festungs-wercke gantzlich ge-schleiffet wurden. Unerachtet er nun der Un-garischen ca;npagneA.i687bcywohnete/und im Erkläret sichnachfolgenden jähre die erobemng der vestung^s,^»^Griechisch-Weißmburg mit ansähe; so erkla- ^rete er sich doch nachmahls in demSavoyischenkrieg vor die Cron Franckreich/und thate der-selben wider den Kaysir und seine Alliirten al-len möglichen Vorschub. So verstattete erauch nach des letztverstorbenen Königs inSpanien tode/daß die residentz-stadt Mantua/zum prTjucii- Sn Kayserl. Majest. und desRckchs/mitFrantzöischen trouppen beleget wur-de; dahero mpunNo felomT den 20 May A.,1701 folgende erste Kayserl. citztion an ihn undseine beamten/unter welchen sehne beyden Nä-Ccc cc z the
1