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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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750
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DcsEuropäisckcnHeroids vicrdte Haupt-Handlung

treten die kr2tre8 VÄ0 linousrum ;usamn;en/ erwehlek/ welcher das amt so lange/ biß der ho-

und legen in gegcnwart des gantzen Lonvems he Principal selbst ankommt / verweset. In

den wahl-eid ab / krafft dejsen sie geloben ei- währende;» wahl-aäw darffbey Vermeidung

nen frommen und geschickten bruder ihres nnt- einer gewissen straffe kein Ordens - bruder ei-

tels aus ihrer spräche / zum L!e6klon?.no nen degen an dem ort tragen/ wo die wähl ce-

xror-5 L!eNl0M8 und der drey Wahl - Herren/ lebrirct wird. Dem neuen Fürsten liegt nach Erste Ett-als eines Ritters/ Capellans/und Waffcmrä- antritt der Ordens-regierung zu allervordcrst

gerS oder 8crvisnten/ (denn dieses sind die gra- ob/ die conkrmstion be>mr pabste zu suchen/ teil Glop

sonderlichgeschickten Ritter zum rrXlldenten

'er wähl wein zur nothdurfft biß aufnechst bevorstehen-

erktesen wollen. Ist nun dieser nahmhafft ge^ des Christ-fest hinweg zu nehmen / das übrige

macht/ legt der Stadthalter sein amt nieder/ wird/ samt den güldenen und silbernen geschir-

und wiederholen nun die acht Chur - Herren ren und mobiiien/ in die Ordens - schatzkammer

ihren Chur-eyd vor ihrem erTllä^men/ treten gebracht.

Ordens - bruder verbinden sich eydlich/ daß Johann von Jerusalem/ und Guardian

sie rechtmäßiger weist den vierdten aus einer der armen JA su Christi. Und ist stiuc

andern spräche erwehlen wollen. Dieser legt würde so groß / daß er in dem seinigen denauch dendann die

bcnden/unddie,

crwehlen diese acht noch andere acht perso- Das wapen ist ein silbernes achlspitziges/ Wa?e;;.nen/ also daß aus ieder spräche zw cm brüder an der extremität wie ein ancker gekrümmtess yn müssen/ keiner aber darff^Mif oder sonst creutz im rothen felde/ oben auffliegt eine Her-ein bruder vom grossen creutze ss'yn. Zween tzogliche güldene crone / aus welcher ein rostu-aus dieser zahl können Capellane/ und ihrer krantz um das gantze schild gehet / am selbigendrey Ssrventen/ die übrige müssen Ritter styn. hänget ein klein silbern achtspitziges creutz undUnter diesen Sechszehnern pr^liä-m derjeni- stehen die worte: ? ^ o ? I vL. Der ge-ge Ritter/welcher zu erst von den acht Wahl- wohnliche habtt aber des Großmeisters beste- Habit.Herren erkieset worden/ und pflegt er die wähl het in einer art eines langen pricster-rockes vondeöG:oßmciste:s zu bcfördem/die vota/de:en ie- gewässertem taffent oder tuch/welcher vorne of-der nur eins/er aber zwcy hat/zu colligiren/ und scn mit einem gürtel umbunden ist / daran einden schluß zu machen/welches denn mit folgen- langer beutel hanget/zum zeichen der barmher- ^den ceremonien geschiehet : Nemlich die 16 tzigkeit gegen die armen/ der einsttzung diesesKuhr-Herren/ nach abgelegter beichte / ange- Ordens zu folge. Uber dieser kleidung rrägethörter messe/ und gebrauchtem abendmahl/ in er einen rock von sammet. Wann er aber anbeywestn aller Ordens-brüder / auffden knien hohen festen in die kirche gehet / so träget er anmit blossem Haupte/ mit aufflegung der finger statt dessen einen andern fthr langet; mautc!

mit einer schleppe. Vor den; priester-rock aufder brüst/ und auf dem rock an der lincken stire/stehet ein achtspitziges creutz von weisser lein-wand/wie es alle Ordens-Ritter tragen.

Die Ordens - Ritter titulircn den Gros- ,Meister Ihre Lmmeny / stme unterthanenwelcher leyo erwchlet werden soll / vor aber nennen ihn Ihre Ourchlauchtigkeir.emen rechten Großmeister und ihren Die autoritär und gcwalt des Groß- Gewalt unvOberherrn halten / chme gehorsam/ treue Meisters ist zwar so souverain nicht / daß er ^und gewartigkeit leisten wollen. Nach ohne conlcm und einwilligung eines General-diesem gehet die würckliche wähl an/ daß Capituls das jenige/was wichtig ist/zu kricgs-die Kühr - Herren ins c^ncl^ve treten / und und ftiedens -zelten vornehmen und ausrichtendurch bsllotirung nach den mchrern stiln- möge; sondern ist durch dessen mtervementzmen einen Groß-Melstcr erkiesen. Wann ziemlich gcmaßigee : Daher auch der erstedieses geschehen / wird das bißher verschlossen ' Großmeister /Rayinondä^ ?oclio, ein Floren-gehaltene conclave eröffnet/ und begeben sich tiner/in der vorrede der Ordens-Statuten mel-die Wahl-Herren in die Versammlung der ge- det /daß er selbige mit einnMigung der Ca-s .n.nmtenOrdens-brüder/da fraget der dTlahl- pituls-brüder verordnet habe. Gleichwol2>!tter und iwXlzäsnt, ob der Urseceptor ^lL- ist dieses stiner Hoheit nicht prXjuclicirlich und

und der gantze Orden ihre Wahl müssen alle Ritter und brüder des Ordens/we- '

genehm halten wolle ? Wann nun auff gen des bey ihrer ieceptic?n abgelegten eydes der

dreymahliges fragen ein dreymahliges ja. obecüentz/dessclben gebot und verbot unwider-

wort erfolget/ wird der neue GroßmeffZer sprechlich nachleben/ sie sind auch so hoch in ih-

östentlich ausgeruffcn/ und / falls er gegen-- ren charaen geehret/als sie wollen. Gleichwie

wärtig/ zum grossen altar gesühret / und auch alle unterthanen zu Maltha/ Gozo/ und

jh-ne die zu beschwören vorgelegt; anderswo/diestm ihrem Fürsten schuldigen ge-

ist er aber abwesend/ so wird ein Stadthalter horsam erweisen müssen. Er lasset müntze

pra-

auffs evangelien - buch über einen; crucifixschworen/ daß sie m clner Canonischen/rechtmäßigen wähl/ dein Orden einenrechtschaffenen Großmeister erwehlenwollen. Daraufflnüssen alle anwesendeOrdens-brüder schworen / daß sie den/

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